Reitstall Daub

Offenstallhaltung

Reitstall Daub – eine Familiengeschichte

 

 

1958 wurde der alte Hof der Familie Daub im Ort Breitenbach inkl. der angegliederten Gaststätte verkauft und auf die Berghöhe ausgesiedelt.

Der neue Hof verfügte über zwölf Milchkühe und deren Nachzucht, sowie etliche Schweine. 

 

1966 wurde der Kuhstall auf achtzehn Milchkühe erweitert. 

1974 verkaufte man alle Milchkühe und ersetzte sie durch Mastbullen. Ab diesem Jahr wurde der Betrieb im Nebenerwerb bewirtschaftet.

1980 werden Mutterkühe angeschafft, die bis 1990 gehalten wurden.

1990 stellte man auf Fleischrinder um.

 

Die Familie Daub verfügte über eine eigene Schlachtstätte. Somit war es möglich, im Laufe der Jahre, etliche hundert Fleischrinder dort zu schlachten. Dann kam die Seuche BSE und die Nachfrage nach Rindfleisch ging rapide zurück. Die Fleischrinder wurden von Jahr zu Jahr weniger, aber die Anzahl der Pferde wurde stetig mehr. 

 

Anfang 1990 stellten Dietmar und Maria Daub die ersten Pferde auf dem elterlichen Hof unter – im umfunktionierten, ehemaligen Kälberstall.

 

Ende 1993 wurden die ersten beiden Pferdeboxen mit Paddocks errichtet.

 

Zusammen mit dem Struthhof der Familie Capito aus Neunkirchen-Struth-

hütten und dem Hof der Familie Otterbach aus Wilnsdorf gehörte die Familie Daub zu den Ersten im Siegerland, die nicht nur normale Pferdeboxen, sondern Boxen mit

großen Paddocks bauten. 

 

Zufrieden und ausgeglichen genossen die Pferde den zusätzlichen Platz an ihren Boxen. Aber von eingefleischten Englischstall-Betreibern des näheren Umfelds wurde diese neue Form der artgerechten Pferdehaltung zum Teil als „Wildwesthaltung“ bezeichnet. 

 

In den vergangenen Jahren haben sich erfreulicherweise die Meinungen der Englischstall-Betreiber etwas geändert und es entstanden nun auch dort Freilauf-Boxen, wenn auch mit kleinen Paddocks. Es hatte sich gezeigt, dass dieser Trend mit den Paddocks langfristig nicht mehr aufzuhalten war. 

 

Die Liebe zu den Pferden und der sensible, verantwortungsvolle Umgang mit ihnen veranlasste die Familie Daub, immer mehr Pferden eine artgerechte Haltung zu bieten – und die Pferdepension mit allen dazugehörenden Möglichkeiten zu erweitern: 

 

1994 – zwei weitere Boxen mit Paddock

1995 – neun weitere Boxen mit Paddock

1996 –  vier weitere Boxen (17 qm pro Box)

1998 – Laufstall für 9 Pferde + ca. 1 ha Winterweide

2002 – vier Boxen mit Paddock (18 qm / 17 qm)

2003 – Bau der Reithalle (20 x 60 m)

2004 – vier Boxen mit Paddock (18 qm / 19 qm)

2006 – zwölf Boxen (á 20 qm) mit Paddock (á 22 qm) + Maschinenhalle mit direktem Zugang zu Einzelweiden

2008 – zehn Boxen (á 23 qm) m Paddock (á 25 qm) mit direktem Zugang zu Einzelweiden

2008 – Umbau eines Teils der Maschinenhalle in vier Boxen (á 17 qm)

2009 – Bau des Reitplatzes (35 x 60 m )

2012 – Bau der Longierhalle (20 x 20 m) mit angegliederter Maschinenhalle

2013 – Schleppdachbau an der bestehenden Reithalle als Lagerung für Heurundballen

2016 – Bau einer komplett überdachten Führanlage (16 qm Durchmesser)

2016 – vier Boxen mit Paddocks und direktem Zugang zu Einzelweiden

 

Die drei Kinder Julia, Ulrich und Michael wurden schon sehr früh mit in den

Pensionsbetrieb und die Arbeit mit Pferden eingebunden. So ist die ganze Familie Daub mit vereinter Kraft am Werk, um die inzwischen sehr großzügige Anlage (50 ha Grünland, davon 25 ha in unmittelbarer Nähe des Hofes, höchstens 5 Min. Fußmarsch entfernt) mit größter Sorgfalt und Fleiß zu erweitern, zu hegen und zu pflegen. 

 

Julia (staatl. gepr. Kinderpflegerin) arbeitet seit 2008 als Reitlehrerin (Trainer C + B Leistungssport) im elterlichen Reitbetrieb. Dort hat sie auch verschiedene Rassen in Beritt. Im Dressursport reitet sie erfolgreich bis Klasse L-Kandare.

 

Als Turnierreiterin und professionelle Reitlehrerin hat sie bei vielen Toptrainern Reitunterricht genommen, unter anderem bei:

  • Jörg Jacobs, Nachfolger von Martin Plewa,
    Schulleiter der Landesreitschule Münster
  • Monica Theodorescu, Bundestrainerin Dressur
  • Ralf Balzer, ehem. HSM im Landgestüt Dillenburg
  • Helen Langehanenberg, deutsche Dressurreiterin
  • Bent Branderup, Akademische Kunst des Reitens